“Ich bin schwarz geboren. Nehmt keinen Anstoß
an meiner dunklen Haut, es ist die Sonne, die
mich so hat werden lassen.”




Das sind die Zeilen – Worte des Aufschreis – die Joe Kiki mit
weichen Rhythmen des Reggae vereint – wie bei seinem
ersten Album N’go n’go. Das Album wurde vor allem bei
den jungen Leuten ein unglaublicher Erfolg und überall in
den Straßen von Lomé (Togo) oder Accra (Ghana),
wo er mit seiner Gitarre zu sehen war, nannte man ihn “Monsieur N’go n’go”.

Die Sonne, von der Joe in diesem Lied spricht, ist vielfältig
zu interpretieren: politisch, wirtschaftlich und sogar kulturell.
Es handelt sich um eine Sonne, die alle Hoffnung auf
menschliche Vernunft verbrannt hat. Und trotzdem hat Joe Kiki seine Hoffnung nicht verloren.

“Verliere dich nicht in dunklen Phantasien, die Freude des Herzens gehört zum menschlichen Leben”
verkündet er in einer wunderbaren Kombination aus G-Dur,
D-Dur und E-Moll-Harmonien und dem Rhythmus des Reggae, der sein Publikum mitnimmt und zum Tanz einlädt.

So möchte Joe der Revolutionär sein, der seine Stimme und seine Gitarre benutzt wie Bob Marley, Lucky Dube oder Alpha Blondy, um den Wahnsinn der Menschen anzuprangern, der zur Diktatur,zur Freiheitsberaubung und zu Morden
führt.
Dieser Wille, aus seiner Kunst eine “Waffe der Lautstärke” zu machen, ist die tiefe Aussage seines Albums “Freedom Power”

 

Joe Kikki and friends live auf der Bühne 57

Foto: Alicja Filipowicz